Den 75. Jahrestag der Befreiung vom NS-Faschismus nutzten antifaschistische und antirassistische Gruppen am Freitag trotz des Corona-Ausnahmezustands auch in Kiel für vielfältige Gedenk- und Protestaktionen. An der frühabendlichen Kundgebung des Runden Tisch gegen Rassismus und Faschismus beteiligten sich unter Wahrung der Abstandsregeln bis zu 200 Menschen.
„Dieter Schönfeld räumt das HaK, jetzt gibt’s Nazis in der Stadt!“ – 2000 Menschen gegen Nazi-Umtriebe in Segeberg
Totschläger Bernd Tödter gründet Kameradschaft «Aryan Circle»
Wir dokumentieren einen Hintergrundartikel von Exif – Recherche & Analyse zum «Aryan Circle»:
Bernd Tödter gilt als besonders gewaltbereiter, manipulativer und skrupelloser Akteur der extrem Rechten. Sein Vorstrafenregister ist lang und umfasst neben diversen Körperverletzungsdelikten auch die Tötung eines Menschen. Er gehörte bereits Ende der 1990er zu den Gründern der schleswig-holsteinischen «Kameradschaft Nordmark» in Bad Segeberg. 2001 zog er nach Kassel und gründete ein Jahr später gemeinsam mit dem jetzigen «Combat 18»-Kader Stanley Röske die heute verbotene Kameradschaft «Sturm 18». Nachdem Röske im Streit die Gruppe verließ, galt er als alleiniger Anführer der Gruppe. Ende Juni 2019 endete sein letzter Haftaufenthalt in Kassel. Anschließend kehrte er in seine Geburtsstadt Bad Segeberg (Schleswig-Holstein) zurück. Dort baut er aktuell eine gewaltbereite Struktur auf, für die er rasant neue Mitglieder rekrutiert: Die Kameradschaft «Aryan Circle» (AC) stellt nun eine ernstzunehmende Bedrohung dar.
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Gemeint sind wir alle – Solidarität mit Toto!
Am Freitag, 06.09.2019 wurde unser Genosse Toto nach 9, teils sehr kurzen Verhandlungstagen zu einer Haftstrafe von einem Jahr und 4 Monaten ohne Bewährung verurteilt. Aber zurück zum Anfang.
250 Antifaschist*innen gedenken der Opfer von Halle
Als Reaktion auf den antisemitischen und rassistischen Mordanschlag auf eine Synagoge, einen jüdischen Friedhof und einen Dönerimbiss in Halle, bei dem ein 27-jähriger Neonazi einen Mann und eine Frau erschoss und ein Massaker nur durch Glück unterblieb, fand am Donnerstag, 10. Oktober 2019 auch in Kiel eine antifaschistische Gedenkaktion statt.
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600 Menschen gegen Propagandafeier zum „Tag der deutschen Einheit“ in Kiel
Etwa 600 Menschen aus verschiedenen linken Spektren beteiligten sich heute an der Demonstration gegen die zentralen Einheitsfeierlichkeiten 2019 in Kiel. Unter dem Motto „Wut verbindet – Deutschland spaltet. Klassensolidarität statt Vaterland!“ startete der Protestzug am späten Vormittag nahe des Hauptbahnhofs und zog anschließend zur Sparkassenarena.
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Der Verfassungsschutz macht keine Fehler – NSU-Schredderaktion auf der Einheitsfeier
Im Rahmen des Aktionstags gegen die Einheitsfeier 2019 in Kiel schredderten heute kurz vor Feierabend drei zwielichtige Schlapphüte auf den Treppen zum Landesamt für Verfassungsschutz und zwischen den Präsenzen von Hessen und Sachsen auf der Ländermeile des Bürgerfests am Düsternbrooker Weg öffentlichkeitswirksam NSU-Akten.
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Alle Infos zu den Aktionen gegen die Einheitsfeier 2019 in Kiel
+++ Demo +++ EA +++ Anreise +++ Aktionstag +++ Charakter +++
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Überwältigende Solidarität mit Carola Rackete und allen Seenotretter*innen auch in Kiel
Nach Festnahme der Kieler Seawatch 3-Kapitänin in Italien: 1000 Menschen auf spontaner Solidaritätsdemo am Dientag, 250 Teilnehmer*innen bei Kundgebung zum #NotstandDerMenschlichkeit-Aktionstag am Samstag.
A Never Ending Story? Neuigkeiten vom Naziladen „PLS“ in Gaarden
Nachdem der Naziladen „PLS“ bzw. „An- und Verkauf Grüne Scheibe“ am Vinetaplatz 3 in Kiel-Gaarden nach seiner Eröffnung Ende 2012 noch für einigen Wirbel sorgte, wurde es später ruhiger um das Geschäft. Durch Haftstrafen, Motivationsverlust und sonstige Faktoren war der Laden vor allem in den letzten zwei Jahren fast dauerhaft. Nur selten schauten die Neonazis um Alexander Hardt aus Neumünster mal nach dem Laden. Diese Besuche waren oft damit verbunden, dass zu nächtlicher Stunde Gegenstände im Laden deponiert oder dort abgeholt wurden. Vorgänge innerhalb des Ladens waren sowieso nicht mehr erkennbar, da nach diversen antifaschistischen Aktionen die Fassade notdürftig mit Holzplatten gesichert war. So setzte sich langsam die Interpretation durch, dass die Betreiber das Ladengeschäft weitgehend aufgegeben haben und es allenfalls noch als Lager für ihre zwielichtigen Machenschaften nutzen. Bis auf gelegentliche kleinere und größere Angriffe auf die Fassade von „PLS“ passierte auch von antifaschistischer Seite nicht mehr viel.
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