Schwerer Stand für AfD in Mettenhof

Am Samstagvormittag machten Antifaschist:innen erneut deutlich, dass die AfD keinen ungestörten Wahlkampf in Kiel durchführen kann. Ab kurz vor 10 Uhr belästigte eine handvoll AfDler Anwohner:innen auf dem Mettenhofer Kurt-Schumacher-Platz mit ihrer rechten Propaganda, wurden aber schon nach wenigen Minuten von Antifaschist:innen abgeschirmt und übertönt.

Etwa 30 Antifas sammelten sich um einen eigens aufgebauten Infotisch direkt gegenüber der AfD, erschwerten den Zugang zum rechten Wahlkampfstand mit Transparenten, verteilten hunderte Flyer und führten unzählige Gespräche mit Passant:innen. Dabei wurde klargestellt, dass die AfD weder eine Alternative zu den etablierten Parteien noch eine Lösung für die gegenwärtigen Krisen ist, sondern eine faschistische Partei die Politik im Interesse der Reichen macht. In Redebeiträgen wurde die rechte Propaganda der AfD entlarvt und verdeutlicht, dass deren rassistische und sozialchauvinistische Politik sich gegen einen Großteil der Mettenhofer Bevölkerung richtet. Gleichzeitig wurde klar gemacht, dass wir als Antifaschist:innen nichts für die Herrschenden und Regierenden übrig haben, sondern eine wirkliche Alternative zu Rechtsruck, Ausbeutung, Krieg und Klimakatastrophe von unten durchgesetzt werden muss.

Der Haufen rund um den AfD-Direktkandidaten Hubert Pinto de Kraus konnte nur vereinzelte Gespräche am Stand führen und ein paar billige Werbeartikel verschenken. Sichtlich frustriert versuchten sich einzelne AfDler an Provokationen gegenüber Antifaschist:innen. Nach zweieinhalb Stunden war der rechte Spuk vorbei und der Stand im Auto von Pinto de Kraus abtransportiert. Der politische Ausdruck in Mettenhof wurde an diesem Vormittag deutlich von antifaschistischen Inhalten geprägt und so der AfD effektiv das Wasser abgegraben.

So startete der Samstag aus antifaschistischer Perspektive positiv, was durch eine starke Mobilisierung nach Schwentinetal gegen den dort abends stattfindenden „AfD-Bürgerdialog“ , fortgesetzt werden konnte. Auch an den nächsten Wochenenden sollten Antifaschist:innen sich bereit halten, um den Druck aufrechtzuerhalten und gegen Wahlveranstaltungen der AfD in Kiel vorzugehen.